Mein Ansatz · Intuitive Selbstführung

Wieder selbst am Steuer

Es ist drei Uhr nachts. Du liegst wach und gehst den nächsten Tag durch: das Meeting um neun, der Elternabend, der Befund, auf den du noch wartest. Und dann, ganz leise, die Frage: War's das jetzt?

Morgens klingelt der Wecker, und die Frage ist weg. Bis zur nächsten Nacht.

Diese Frage ist dein Bauchgefühl, das sich meldet. Ich finde, es verdient mehr als drei Uhr nachts. Es verdient einen Platz am Tag, auch wenn das, was es dir sagt, einiges in Bewegung bringen kann. Dafür arbeiten wir in drei Schritten.

Ausrichtung
Raus aus dem Autopilot

Du nimmst dir fest vor, etwas zu ändern, und am Montag läuft wieder alles wie immer. Das liegt nicht an dir. Unter Dauerstress ist dein Gehirn vor allem damit beschäftigt, den jetzigen Zustand abzusichern. Für Neues bleibt da kaum Platz. Es ist, als würdest du im fahrenden Zug zum Lokführer rufen: Bitte jetzt rechts abbiegen! Da ist keine Schiene, und so schnell reißt niemand einen Zug herum. Er fährt einfach geradeaus weiter.

Deshalb lernst du zuerst, innezuhalten. Aus der Ruhe heraus beobachtest du dich selbst und erkennst, welche Muster dich steuern. Dann fängst du an, deine Intuition wieder deutlicher wahrzunehmen. Sie zeigt dir klar, wohin es gehen soll. Dein Verstand hilft dir, den Weg dorthin zu gestalten. Und weil das Ziel wirklich zu dir passt, bleibst du dran.

Energiemanagement

Du machst es allen recht, nur dir selbst nicht. Und wenn dann endlich ein freier Abend kommt, hast du nicht einmal mehr Lust, etwas für dich zu tun. Du bist einfach erschöpft. Wie es dir geht, bestimmt das, was von außen kommt.

Das kannst du ändern. Du lernst, deine Energie bewusst zu steuern und dich emotional abzugrenzen von dem, was um dich herum passiert. Du merkst früh, wenn deine Kraft kippt, und weißt, was dich wieder hochholt, gerade dann, wenn es draußen ungemütlich wird. Mit der Zeit hebt sich deine Grundstimmung. Wellen wird es weiterhin geben. Aber du lernst, sie zu surfen.

Haltung
Innen und außen wieder du

Irgendwann hast du dich daran gewöhnt: die hochgezogenen Schultern, der feste Kiefer, das Lächeln, das du aufsetzt, bevor du einen Raum betrittst. Wie viel Kraft das kostet, merkst du gar nicht mehr.

Haltung beginnt innen, bei der Frage, wofür du stehst. Und sie ist ganz konkret körperlich. Du lernst wieder zu spüren, was dir guttut und was nicht, und nutzt das, um dich auch körperlich aufzurichten. Das wirkt in beide Richtungen: Wer aufrecht sitzt, behält unter Stress mehr Selbstwert und eine bessere Stimmung. So wirst du innen und außen wieder mehr zu der Frau, die du unterwegs aus den Augen verloren hast.

Woran du es merkst

Die erste Nacht, in der du einfach durchschläfst.

Der Tag, an dem du Nein sagst und es sich klar anfühlt.

Die Woche, in der du nicht für alle da bist, und es geht trotzdem.

Ehrlich gesagt

Leicht wird es nicht immer. Alte Muster kommen hoch, manchmal auch Schuldgefühle oder Angst. Genau da übst du, dich selbst zu führen. Mit der Zeit weißt du, wie du dich schnell wieder rausholst.

Mit mir arbeiten